Mit Anfang Oktober ist es wieder so weit: die Grippesaison steht vor der Tür. Worum es sich handelt, wenn wir von einer Grippe oder Erkältung sprechen, welche Hausmittel gegen grippale Infekte empfohlen werden und wie CBD Sie in der kalten Jahreszeit unterstützen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Grippe, grippaler Infekt oder Erkältung?

Als erwachsener Mensch leidet man etwa zwei- bis fünfmal pro Jahr an einer Erkältung. An der echten Grippe zum Glück deutlich seltener. Sowohl die echte Grippe als auch grippale Infekte (Erkältungen) sind Erkrankungen der Atemwege, die durch Viren verursacht werden. Für grippale Infekte oder Erkältungen sind vor allem Rhinoviren verantwortlich, wohingegen das Influenzavirus Auslöser für die echte Grippe (auch „Influenza“) ist.

Die Symptome einer echten Grippe gleichen zum Teil den Symptomen einer starken Erkältung, sind aber deutlich stärker ausgeprägt. Zusätzlich kann hohes Fieber über einen längeren Zeitraum auftreten, was bei Erkältungen in der Regel nicht der Fall ist. Auch der Beginn der Erkrankungen unterscheidet sich deutlich. Denn die Influenza tritt plötzlich auf und äußert sich sodann mit starken Krankheitszeichen. Eine Erkältung hingegen beginnt schleichend, ist deutlich milder im Verlauf und klingt in der Regel nach etwa sieben Tagen von selbst ab.

kranke Frau sitzt im Bett und schnäuzt sich

Zu den klassischen Symptomen zählen:

  • Fieber und Schüttelfrost
  • Schnupfen (v.a. bei Erkältungen)
  • Husten (bei Grippe v.a. trockener Reizhusten)
  • Krankheitsgefühl/Schwäche
  • Glieder-, Kopf- und Muskelschmerzen
  • Heiserkeit (v.a. bei Erkältungen)
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Photophobie.

Kann CBD Öl bei Erkältungen und Grippe helfen?

Wenn Sie starke Beschwerden haben oder vermuten, dass Sie sich einen Grippevirus eingefangen haben, sollten Sie immer einen Arzt konsultieren. Dieser kann eine Diagnose stellen und eine adäquate Therapie veranlassen.

Zusätzlich oder bei leichten Erkältungen greifen viele Menschen auf Hausmittel und alternative Tipps zurück. Auch CBD Öl kann verwendet werden, um den Körper während der Regeneration zu unterstützen. So können Sie zum Beispiel mit unserem CBD Öl ein entspannendes Ambiente in Ihrem zu Hause schaffen, indem Sie ein paar Tropfen in Ihre Duftlampe oder Ihren Aroma-Diffuser tropfen.

CBD kann mit dem Endocannabinoid-System interagieren und soll einigen Studien zufolge über antioxidative[1][2], antimikrobielle[3] und antibakterielle[4] Eigenschaften verfügen. Im Zusammenhang mit Erkältungen oder Grippe scheinen antibakterielle Eigenschaften auf den ersten Blick keinen Benefit zu bedeuten, da allen voran Viren (und nicht Bakterien) hauptverantwortlich für beide Erkrankungen sind. Doch in Anbetracht möglicher Sekundärinfektionen, die als Komplikation auftreten können, scheinen antibakterielle Eigenschaften sinnvoll. Denn wenn die Schleimhäute durch Viren geschwächt sind, sind sie anfälliger für weitere Krankheitserreger, wie Bakterien und Pilze. Gegebenenfalls behandeln Ärzte derartige Komplikationen mit Antibiotika.

Experimentelle Studie zeigt: CBD kann antibiotische Behandlung unterstützen

Interessant ist eine Studie von Kosgodage et al (2019), die die antibakteriellen Eigenschaften von CBD bei verschiedenen Bakterienkulturen untersuchten. Sie kamen zu dem Schluss, dass CBD in Kombination mit ausgewählten Antibiotika, deren bakterizide Wirkung bei gramnegativen Bakterien unterstützte. Natürlich reichen solch experimentelle Versuche bei Weitem nicht aus, um daraus allgemein gültige Aussagen zu generieren, aber es sind interessante Ansätze, die auf weitere Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet hoffen lassen.

Forschungsgruppe der Yale University stellte fest: Oxidativer Stress kann zu ungehinderter Vermehrung von Rhinoviren in den Atemwegen führen

Interessant sind im Hinblick auf grippale Infekte möglicherweise auch die antioxidativen Eigenschaften von CBD. Denn eine Forschungsgruppe der Yale University untersuchte die Abwehrreaktion menschlicher Epithelzellen bei oxidativem Stress und Rhinoviren, der häufigsten Ursache für Erkältungen.

Oxidativer Stress bezeichnet eine hohe Konzentration reaktiver Sauerstoffspezies, die zahlreiche Zellstrukturen schädigen können. So wird vermutet, dass oxidativer Stress zum Beispiel an der Entstehung einiger Erkrankungen des Immunsystems beteiligt ist. Das Team um Ellen Foxman bemerkte, dass die körpereigene Abwehr gegen Rhinoviren bei einigen Menschen besser funktioniert als bei anderen und brachte dies mit oxidativem Stress in Verbindung. Sie untersuchten die Reaktion der menschlichen Epithelzellen (Zellen, die sich u.a. in den Atemwegen befinden) auf Rhinoviren und oxidativen Stress und stellten fest, dass Bronchialzellen hauptsächlich auf oxidativen Stress reagierten, wodurch sich die Rhinoviren ungehindert vermehren konnten. Können sich Rhinoviren ungehindert vermehren, wäre der Ausbruch eines grippalen Infekts die Folge [5].

Hausmittel und Tipps gegen Erkältungen

Fernab dieser interessanten Theorien und Erkenntnisse aus der Forschung möchten wir unsere liebsten Hausmittel und Tipps gegen Erkältungen gerne mit Ihnen teilen.

Schlaf

Schlaf ist bekanntlich die beste Medizin. Vor allem wenn der Körper geschwächt ist, braucht er Ruhe und Erholung. Aber auch prophylaktisch könnte ausreichend Schlaf kleine Wunder wirken. Mittlerweile ist empirisch belegt, dass zu wenig Schlaf das Immunsystem schwächt. So fand ein Forscherteam aus den USA heraus, dass Menschen, die weniger als sechs Stunden schlafen, sich viermal häufiger erkälten als Menschen, die mindestens sieben Stunden schlafen.

CBD wird übrigens auch mit schlaffördernden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Wie CBD den Schlaf unterstützen kann, erfahren Sie im Artikel „Mit CBD besser schlafen: Cannabidiol als Geheimtipp?“.

Kräuter-Tee

Trinken Sie viel, wenn Sie erkältet sind – zumindest aber zwei Liter pro Tag!  Warme Kräuter-Tees tun gereizten Schleimhäuten gut und können dabei helfen, den Schleim in den Atemwegen zu lösen. Für welche Sorte oder Zusätze Sie sich entscheiden sollten, hängt natürlich von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Einige Pflanzenstoffe besitzen aber Eigenschaften, die Sie sich im Kampf gegen Erkältungen zu Nutze machen können. Kamille zum Beispiel verfügt über entzündungshemmende und immunstimulierende Eigenschaften und hat sich daher als Zutat für Erkältungstees bewährt.

Frau trinkt Tee

Inhalieren – mit oder ohne Zusätzen

Die Inhalation hat sich ebenfalls als Hausmittel gegen die klassischen Erkältungssymptome, Husten und Schnupfen, bewährt. Um die Atemwege von Bronchialsekreten zu befreien, bereiten Sie ein Gefäß mit heißem Wasser vor und beugen den Kopf darüber. Nun legen Sie ein Handtuch über Ihren Kopf, sodass der aufsteigende Dampf nicht mehr entweichen kann und inhalieren diesen für etwa 10-20 Minuten. Bei Erkältungen hat sich die Zugabe von Salz bewährt. Aber auch verschiedene Kräuter bieten sich als Zusätze an.

Erkältungsbäder

Das Erkältungsbad ist ein beliebter Tipp unter Badewannenbesitzern. Warme Bäder wirken wohltuend und entspannend und können Sie beim Krafttanken unterstützen. In der Drogerie oder in Apotheken sind verschiedene Badezusätze für die Erkältungssaison erhältlich, aber auch verschiedenste ätherische Öle eignen sich als natürlicher Zusatz in Ihrem Badewasser. Auch CBD Öl ist gut für ein entspannendes Bad in der kalten Jahreszeit geeignet. Von welchen positiven Eigenschaften Ihre Haut dabei zusätzlich profitieren kann und welche Produkte sich zur anschließenden Hautpflege eignen, haben wir im Artikel „CBD-Cremes: Cannabidiol als Inhaltsstoff in Kosmetik“ beschrieben.

Die Inhalte unseres HANFAMA Magazins dienen lediglich der Aufklärung und Informationsweitergabe rund um das Thema CBD. Wir prüfen unsere Informationen genau und zitieren nur aus verifizierten Quellen. Trotzdem erheben unsere Texte keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität.

Referenzen

[1] Atalay, S., Jarocka-Karpowicz, I., & Skrzydlewska, E. (2019). Antioxidative and Anti-Inflammatory Properties of Cannabidiol. Antioxidants (Basel, Switzerland), 9(1), 21. https://doi.org/10.3390/antiox9010021

[2] Hacke A, Lima D, Costa F, Deshmukh K, Li N, Chow A, Marques J, Pereira R, Kerman K. Probing the antioxidant activity of Δ9-tetrahydrocannabinol and cannabidiol in Cannabis sativa extracts. J Royal Society of Chemistry. 2019 Jul. doi: 10.1039/c9an00890j.

[3] Brighenti, V., Protti, M., Anceschi, L., Zanardi, C., Mercolini, L., & Pellati, F. (2021). Emerging challenges in the extraction, analysis and bioanalysis of cannabidiol and related compounds. Journal of pharmaceutical and biomedical analysis, 192, 113633. https://doi.org/10.1016/j.jpba.2020.113633

[4] Kosgodage, U. S., Matewele, P., Awamaria, B., Kraev, I., Warde, P., Mastroianni, G., Nunn, A. V., Guy, G. W., Bell, J. D., Inal, J. M., & Lange, S. (2019). Cannabidiol Is a Novel Modulator of Bacterial Membrane Vesicles. Frontiers in cellular and infection microbiology, 9, 324. https://doi.org/10.3389/fcimb.2019.00324

[5] Mihaylova, V. T., Kong, Y., Fedorova, O., Sharma, L., Dela Cruz, C. S., Pyle, A. M., Iwasaki, A., & Foxman, E. F. (2018). Regional Differences in Airway Epithelial Cells Reveal Tradeoff between Defense against Oxidative Stress and Defense against Rhinovirus. Cell reports, 24(11), 3000–3007.e3. https://doi.org/10.1016/j.celrep.2018.08.033

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Christina Strzalka hat Gesundheits- und Krankenpflege und Health Assisting Engineering studiert. Sie hat einen engen Bezug zu Gesundheitsthemen und eine große Begeisterung für Innovationen. Für die LeserInnen des HANFAMA Magazins durchforstet sie wissenschaftliche Datenbanken und arbeitet sich gerne in komplexe Sachverhalte ein, die sie in verständlicher Art und Weise für Sie aufbereitet. Mit großer Leidenschaft recherchiert sie zu medizinischen und naturwissenschaftlichen Themen und berichtet über Neuigkeiten aus der Welt der Forschung. Ihr Motto: Wege entstehen dadurch, dass man sie geht (Franz Kafka).