Viele Sportler, darunter bekannte Fußballprofis wie David Beckham und Mario Götze, setzen auf CBD. NFL-Superstar Rob Gronkowski soll sein Comeback im Jahr 2020 zu einem Teil auch seiner Wunderwaffe CBD zu verdanken haben. Aber auch prominente Schauspieler wie Jennifer Aniston oder Tom Hanks schwören auf Produkte, welche das grüne Gold enthalten. CBD hat keine psychoaktiven Eigenschaften, sondern, wie viele Sportler in den USA schon wissen, soll vielmehr über muskelentspannende und krampflösende Eigenschaften verfügen[9]. Was sind also nun die Vorteile von CBD für Leistungs- und Hobbysportler? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und haben Ihnen die wichtigsten Informationen im Artikel zusammengefasst.

CBD-Produkte für die Regeneration

Für Menschen, die viel Sport machen, sind die grundlegenden Säulen für die Balance im Leben klar: ausreichend Bewegung, genügend Regeneration, hochwertiger Schlaf und gutes Essen. Da CBD eine entspannende Wirkung nachgesagt wird [9], könnte es also sowohl für Leistungs- als auch für Hobbysportler von Bedeutung sein.Die World Anti-Doping Agency (kurz: WADA) hat im Jahr 2017 Cannabidiol offiziell von der Dopingliste genommen, weswegen viele Profisportler seitdem darauf zugreifen. Das Statement der WADA dazu lautet:

„All natural and synthetic cannabinoids are prohibited except for cannabidiol (CBD)“.

Wenn der Körper Unterstützung bei der Regeneration benötigt

Bestimmt kennen Sie das Gefühl, nachdem Sie Sport gemacht haben, dass zuerst ein Glücksgefühl und eine „positive“ Erschöpfung eintreten und am nächsten Tag aber der häufig unbeliebte Muskelkater. Dann sollten Sie Ihrem Körper Ruhe gönnen – denn davon benötigt er eine Menge und umso mehr, wenn Sie viel Sport machen. Der menschliche Körper ist in seiner Struktur ein wahres Meisterwerk und kann sich im Grunde selbst regenerieren.Wenn ein Muskel beim Sport belastet wird, entstehen kleine Muskelfaserrisse, die aber wieder heilen und so kommt es zum anabolen Zustand – es werden also Muskeln aufgebaut. Wie bereits erwähnt, ist der menschliche Körper gut dazu in der Lage, solche Mikroverletzungen selbst zu heilen. Dennoch wird im Netz über die Vorteile von CBD als Hilfsmittel bei der Regeneration nach dem Sport berichtet. Auch unter Sportlern wird CBD immer populärer und erhält öffentlichen Zuspruch einiger Athleten [16].

Regeneration durch verbesserten Schlaf

Schlaf zählt zu den Grundlagen eines harmonischen Lebens. Er nimmt Einfluss auf eine ausgeglichene Regeneration und auf die Erholung im Allgemeinen. Bestimmt kennen Sie das Gefühl am nächsten Tag, wenn Sie die Nacht davor schlecht geschlafen haben. Empfohlen werden ohnedies zwischen 7 und 9 Stunden Schlaf. Die weitreichenden Folgen von einer schlechten Schlafqualität reichen nämlich von Gewichtszunahme bis hin zu Diabetes. Auch das Immunsystem kann Beeinträchtigungen davontragen [3].Im Schlaf verarbeiten Menschen ihren Alltag und wenn das nicht ausreichend passiert, kann das tagsüber zu negativen Beeinflussungen führen. Es kommt also nicht nur auf die Dauer, sondern auch auf die Qualität an [3].

CBD zur Regeneration: das sagt die Forschung

Die Erforschung darüber, welche Rolle CBD bei diesem Regenerationsprozess und in Bezug auf Sport im Allgemeinen spielen könnte, ist längst nicht abgeschlossen [9]. „Präklinische Studien deuten aber darauf hin, dass CBD aufgrund seiner entzündungshemmenden, schmerzlindernden, angstlösenden und neuroprotektiven Eigenschaften sowie seines Einflusses auf den Schlaf-Wach-Rhythmus für Sportler nützlich sein könnte.“  Zu diesem Schluss kamen Gamelin et al (2020), in ihrem Review „Cannabidiol in sport: ergogenic or else“ [9].

Welche Symptome bei Muskelkater bzw. Muskelschmerzen?

Besonders nach einer intensiven Krafttrainingseinheit kennen Menschen das Gefühl von Muskelkater bzw. Muskelschmerzen. Aber was genau sind die Symptome, die dabei auftreten? Wie bereits erwähnt, entsteht ein Muskelkater durch kleine Faserrisse im Muskel. Im Speziellen ungewohnte oder neue Belastungen können solche Mikroverletzungen verursachen. Bei Menschen, die z.B. erst mit Krafttraining beginnen und aus dem Übermut heraus zu viel Gewicht verwenden, neigen zu extremerem Muskelkater, weil ihre Muskeln diese Art der Bewegung noch nicht gewohnt sind [17].

Bei Muskelkater treten häufig diese Symptome auf:

  • Muskelschmerzen
  • leichte Schwellungen
  • Kraftlosigkeit
  • Muskeln reagieren empfindlich
  • Eingeschränkter Bewegungsradius

Des Weiteren tritt der Muskelkater nicht direkt nach dem Training auf, sondern zeitverzögert einige Stunden oder Tage nach der Aktivität [17]. Zudem kann eine zu intensive Sportbelastung oder die falsche Ausführung einer Übung auch zu Gelenkschmerzen führen.

Was sind Gelenkschmerzen?

Gelenkschmerzen haben unterschiedliche Ursachen, die kleine und große Gelenke betreffen können. Ursachen können u.a. Rheuma, Gicht oder Entzündungen sein. Unterschieden werden dabei auch zwischen akuten Gelenkschmerzen, die innerhalb von Stunden eintreten, subakuten Gelenkschmerzen, die innerhalb von Tagen auftreten und chronische Gelenkschmerzen, die mehrere Wochen oder Monate andauern [5]. Wenn die Gelenkschmerzen auf eine zu intensive Sportbelastung bzw. auf eine falsche Ausführung zurückzuführen sind, sollte ein Trainer oder Arzt konsultiert werden. Auch bei anderen Beschwerden, die plötzlich auftreten oder länger vorhanden sind, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

CBD auch sinnvoll bei Sportverletzungen?

Sportverletzungen sind besonders bei Leistungssportlern keine Seltenheit. Im Jahr 2015 konnte in einer Studie der American Society for Bone and Mineral Research gezeigt werden, dass CBD bei Ratten in der Lage ist, die Heilung von Oberschenkelfrakturen zu beschleunigen. Die Forscher vermuten, dass dies auf eine Stimulation der Lysyl Hydroxylase Aktivität in den Osteoplasten zurückzuführen ist. Das gleiche Team, das diese Studie durchführte, stellte in vorangegangenen Forschungsarbeiten fest, dass endogene Cannabinoid-Rezeptoren in der Lage waren, die Knochenbildung zu stimulieren und Knochenschwund zu minimieren. Auch auf diesem Gebiet ist die Forschung noch längst nicht am Ende angelangt, dennoch könnten diese Erkenntnisse für Sportler und auch für den CBD-Bereich künftig sehr interessant sein [1][3].

CBD und der Stoffwechsel

CBD scheint in der Lage zu sein, den Stoffwechsel auf vielerlei Weise zu beeinflussen. Tatsächlich existiert schon eine Studie, die durchaus interessante Ergebnisse zu dieser Thematik liefert. Diese haben wir im Folgenden in aller Kürze für Sie zusammengefasst.2016 machten koreanische Forscher der Abteilung für Biotechnologie an der Daegu University das Ergebnis einer Studie kund. In dieser wurden die Effekte von CBD auf die Thermogenese durch plurivakuoläres Fettgewebe untersucht [2].

Exkurs: braunes und weißes Fettgewebe


Generell kann zwischen mindestens zwei verschiedenen Fettdepottypen unterschieden werden – dem braunen und dem weißen Fettgewebe. Bei Erwachsenen besteht der überwiegende Körperfettanteil aus weißem Fett, welches sich typischerweise an den „Fettreserven“ an Bauch, Gesäß und Oberschenkeln sammelt. Auf diese Reserven kann der Körper bei erhöhtem Energiebedarf zurückgreifen. Braunes Fett hingegen befindet sich bei Erwachsenen, sofern sie noch über braunes Fett verfügen, in tiefen Nacken-/Halsbereichen und im Brustkorb. Es verbrennt Energie unter der Freisetzung von Wärme und schützt zum Beispiel Babys, die besonders gut damit ausgestattet sind, vor dem Auskühlen. Die Anzahl der braunen Fettzellen nimmt mit dem Alter und bei Übergewicht stetig ab [6].

Die Vorteile des braunen Fettgewebes

Forscher der medizinischen Universität Wien konnten in einer kürzlich veröffentlichten Studie zeigen, dass Personen mit aktivem braunen Fettgewebe ein gesünderes Fettsäure-Blutprofil aufwiesen und etwa 20kcal mehr verbrannten als Personen, die kein braunes Fett besitzen. Auch ein Zusammenhang zwischen Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll künftig genauer untersucht werden [7].


Die Studie wurde im Magazin Mollecular and Cellular Biochemistry veröffentlicht und sollte zeigen, ob es möglich ist, dieses weiße Fettgewebe mit Hilfe von CBD in braunes Fett umzuwandeln. Auch ging man der Frage nach, ob CBD dann als unterstützende, natürliche Hilfe zur Gewichtsreduktion geeignet ist.Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass CBD mehrere Einflüsse auf Fettreserven hat. In erster Linie kann CBD Gene und Proteine stimulieren, welche den Abbau von Fett vorantreiben. Und zuletzt minimiert Cannabidiol die Entstehung gewisser Proteine, welche bei der Erzeugung neuer Fettzellen mitwirken. Sie stellten fest, dass CBD im Rahmen der Versuche dazu fähig war, risikoreiches weißes Fett in nützliches braunes Fett umzuwandeln.Die Ergebnisse dieser in vitro Studie geben erste Hinweise für einen möglichen Einsatz von CBD zur Unterstützung der Fettverbrennung. Diese Hinweise und weitere, darauf aufbauende in vitro Studien sind sicher nicht nur für Sportler interessant, sondern auch für Menschen, die auf nachhaltigem Wege ihr Gewicht reduzieren und damit ihre Diät unterstützen wollen [2].

CBD und Yoga – Entspannung pur?

Viele Menschen machen gerne am Ende eines stressigen Tages eine Yoga-Einheit, um sich innerlich wieder in Balance zu bringen. Es gibt unzählige Varianten, die man diesbezüglich ausprobieren kann. Und wie jeder weiß, kann Yoga deutlich zur Entspannung beitragen. Daher kann die Kombination aus CBD und Yoga der ideale Ausgleich sein, wenn Sie auf der Suche nach einer neuen Form des Relaxens sind.

Hanföl und Sport

Zuerst gilt es zu klären, was der grundlegende Unterschied zwischen Hanföl und CBD ist. CBD ist ein Cannabinoid und der meist beforschte nicht-psychoaktive Inhaltsstoff der Cannabispflanze. Mehr Informationen zu CBD finden Sie in unserem Beitrag „Was ist CBD? Grünes Gold im Fokus“.

Hanföl und CBD: Was ist der Unterschied?

CBD wird aus den grünen Bestandteilen der Pflanze gewonnen, während Hanföl aus den Samen gewonnen wird [7]. Hanfsamen sind schon seit Jahrhunderten eine wichtige Nährstoffquelle für viele Kulturen. Sie enthalten über 30% Öl und ca. 25% Protein, zudem viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Das Omega-6 / Omega-3-Verhältnis ist im Hanfsamenöl zwischen 2:1 und 3:1, was für den menschlichen Körper optimal ist [4].Aktuell wird zu CBD und dessen mögliche Benefits für Sportler viel geforscht [9]. Auch Hanföl ist für Sportbegeisterte und Menschen, die Wert auf einen gesunden Lebensstil legen aufgrund der enthaltenen Nährstoffe sicher von Interesse. In Hanföl, das Sie zum Beispiel als Salatöl im Handel kaufen können, werden Sie jedoch keine Spuren des Cannabinoids finden, da CBD im Sinne der Novel-Food-Verordnung nicht als Lebensmittel auf den europäischen Markt gebracht werden darf.

Fazit

Wer viel Sport macht, muss schließlich auch auf ausreichend Regeneration achten. CBD wird unter Sportlern immer populärer und parallel dazu wächst die Anzahl an Studien, die mögliche Benefits des Cannabinoids in Hinblick auf Sport und daran angrenzende Themengebiete beleuchten. Interessante erste Erkenntnisse zu CBD als potenzielle Unterstützung im Regenerationsprozess, beim Schlaf und auch Interaktionen mit dem Stoffwechsel lassen Sportbegeisterte hellhörig werden. Es bleibt spannend, welche Erkenntnisse in weiterführenden, klinischen Studien gewonnen werden können.

Für die Richtigkeit der Inhalte übernehmen wir keine Haftung.

Referenzen
[1] Kogan, N. M., Melamed, E., Wasserman, E., Raphael, B., Breuer, A., Stok, K. S., Sondergaard, R., Escudero, A. V., Baraghithy, S., Attar-Namdar, M., Friedlander-Barenboim, S., Mathavan, N., Isaksson, H., Mechoulam, R., Müller, R., Bajayo, A., Gabet, Y., & Bab, I. (2015). Cannabidiol, a Major Non-Psychotropic Cannabis Constituent Enhances Fracture Healing and Stimulates Lysyl Hydroxylase Activity in Osteoblasts. Journal of bone and mineral research : the official journal of the American Society for Bone and Mineral Research, 30(10), 1905–1913. https://doi.org/10.1002/jbmr.2513
[2] Parray, H. A., & Yun, J. W. (2016). Cannabidiol promotes browning in 3T3-L1 adipocytes. Molecular and cellular biochemistry, 416(1-2), 131–139. https://doi.org/10.1007/s11010-016-2702-5
3] American Friends of Tel Aviv University. (2015, July 16). No bones about it: Cannabis may be used to treat fractures: Tel Aviv University researcher finds non-psychotropic compound in marijuana can help heal bone fissures. ScienceDaily. Retrieved September 13, 2021 from www.sciencedaily.com/releases/2015/07/150716124359.htm
[4] Callaway, J.C. Hempseed as a nutritional resource: An overview. Euphytica 140, 65–72 (2004). https://doi.org/10.1007/s10681-004-4811-6
[5] Feichter, M. & Schrör, S. (2019, 9. August). Gelenkschmerzen. Netdoktor. https://www.netdoktor.de/symptome/gelenkschmerzen/
[6] Neue Erkenntnisse zur Wirkung von „braunem Fett“ beim Menschen. Menschen mit viel braunem Fettgewebe verbrennen mehr Kalorien. (2020, 29. April). Medizinische Universität Wien. Medizin & Wissenschaft. https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/news/detailseite/2020/news-im-april-2020/neue-erkenntnisse-zur-wirkung-von-braunem-fett-beim-menschen/
[7] Kulterer, O. C., Niederstaetter, L., Herz, C. T., Haug, A. R., Bileck, A., Pils, D., Kautzky-Willer, A., Gerner, C., & Kiefer, F. W. (2020). The Presence of Active Brown Adipose Tissue Determines Cold-Induced Energy Expenditure and Oxylipin Profiles in Humans. The Journal of clinical endocrinology and metabolism, 105(7), dgaa183. https://doi.org/10.1210/clinem/dgaa183
[8] Pratap Singh, A., Fathordoobady, F., Guo, Y., Singh, A., & Kitts, D. D. (2020). Antioxidants help favorably regulate the kinetics of lipid peroxidation, polyunsaturated fatty acids degradation and acidic cannabinoids decarboxylation in hempseed oil. Scientific reports, 10(1), 10567. https://doi.org/10.1038/s41598-020-67267-0
[9] Gamelin, F. X., Cuvelier, G., Mendes, A., Aucouturier, J., Berthoin, S., Di Marzo, V., & Heyman, E. (2020). Cannabidiol in sport: Ergogenic or else?. Pharmacological research, 156, 104764. https://doi.org/10.1016/j.phrs.2020.104764
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Christopher Martens hatte bereits vor 10 Jahren den ersten Kontakt mit CBD-haltigen Produkten und früh die Vorteile von 100% pflanzlichen und konservativen Methoden am Gesundheitssektor erkannt. Beruflich wie privat beschäftigt er sich seit jeher mit den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und Einsatzgebieten von Hanfprodukten. Er ist davon überzeugt, dass die Hanfpflanze, als älteste Heilpflanze der Welt, auch in Zukunft wieder einen Platz in unserer Gesellschaft finden wird.

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Christina Strzalka hat Gesundheits- und Krankenpflege und Health Assisting Engineering studiert. Sie hat einen engen Bezug zu Gesundheitsthemen und eine große Begeisterung für Innovationen. Für die LeserInnen des HANFAMA Magazins durchforstet sie wissenschaftliche Datenbanken und arbeitet sich gerne in komplexe Sachverhalte ein, die sie in verständlicher Art und Weise für Sie aufbereitet. Mit großer Leidenschaft recherchiert sie zu medizinischen und naturwissenschaftlichen Themen und berichtet über Neuigkeiten aus der Welt der Forschung. Ihr Motto: Wege entstehen dadurch, dass man sie geht (Franz Kafka).