Blühende Hanfpflanze in der österreichischen Produktion von Hanfama

Was ist CBD? Cannabidiol einfach erklärt

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol. Es handelt sich um einen natürlich vorkommenden Pflanzenstoff aus der Hanfpflanze (Cannabis sativa L.). CBD gehört zur Gruppe der Cannabinoide. Anders als das ebenfalls bekannte THC verursacht Cannabidiol keinen berauschenden Effekt.

CBD wird heute unter anderem in Kosmetik, Mundpflegeprodukten und bestimmten Arzneimitteln eingesetzt. Welche Anforderungen für ein Produkt gelten, hängt von seiner Zusammensetzung, Kennzeichnung und vorgesehenen Verwendung ab.

In diesem Artikel erfährst du, woher CBD stammt, wie es gewonnen wird, worin der Unterschied zu THC liegt und worauf du bei CBD-Produkten achten kannst.


CBD kurz erklärt

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • CBD bedeutet Cannabidiol.
  • CBD ist ein natürlicher Bestandteil der Hanfpflanze.
  • Es zählt zu den Cannabinoiden.
  • CBD wirkt nicht berauschend wie THC.
  • Gewonnen wird CBD überwiegend aus den oberirdischen Teilen geeigneter Hanfpflanzen.
  • CBD wird in unterschiedlichen Produktkategorien verwendet, beispielsweise in Kosmetik und Mundpflege.
  • Produktqualität lässt sich unter anderem an transparenter Kennzeichnung, nachvollziehbarer Herkunft und Laborprüfungen erkennen.


Was bedeutet Cannabidiol?

Cannabidiol ist einer von vielen Pflanzenstoffen, die in Cannabis vorkommen. Der Begriff lässt sich in zwei Teile zerlegen: „Cannabi-“ verweist auf Cannabis, „-diol“ beschreibt einen Teil der chemischen Struktur des Moleküls.

In der Hanfpflanze liegt Cannabidiol zunächst überwiegend in einer Säureform (CBDA) vor. Durch Decarboxylierung entsteht daraus CBD. Für Verbraucher ist vor allem wichtig: Cannabidiol ist nicht dasselbe wie Cannabis als Rauschmittel und nicht mit THC gleichzusetzen.


Woher stammt CBD?

CBD wird aus geeigneten Sorten der Hanfpflanze gewonnen. Besonders relevant sind dabei die Blüten und weitere oberirdische Pflanzenteile, in denen sich Cannabinoide und andere Pflanzenstoffe befinden.

In der Europäischen Union darf Nutzhanf unter festgelegten Voraussetzungen angebaut werden. Hanf wird vielseitig genutzt – beispielsweise für Fasern, Samen, Öl, Kosmetik und Hanfextrakte. Die konkreten gesetzlichen Anforderungen hängen immer vom daraus hergestellten Endprodukt ab.

Bei Hanfama beginnt die Qualität bereits bei der Pflanze. Wir arbeiten mit ausgewählten EU-zertifizierten Hanfsorten und vermehren unsere Pflanzen über Stecklinge. Dadurch bleiben die Eigenschaften der jeweiligen Sorte besonders konstant. Die Pflanzen wachsen in unserer österreichischen Glashausanlage im Norden von Graz, bevor sie schonend verarbeitet werden.


Was ist der Unterschied zwischen CBD und THC?

CBD und THC sind beides Cannabinoide aus der Cannabispflanze. Trotzdem unterscheiden sie sich wesentlich.

 CBD THC
steht für Cannabidiol steht für Tetrahydrocannabinol
verursacht keinen berauschenden Effekt ist hauptsächlich für den berauschenden Effekt von Cannabis verantwortlich
wird unter anderem in Kosmetik und Mundpflege eingesetzt unterliegt deutlich strengeren gesetzlichen Regelungen
ist nicht automatisch frei von regulatorischen Anforderungen ist aufgrund seiner psychoaktiven Eigenschaften besonders regulier


Die Aussage „CBD ist nicht berauschend“ bedeutet nicht, dass jedes CBD-Produkt automatisch uneingeschränkt verwendet oder verkauft werden darf. Entscheidend sind unter anderem Produktkategorie, Zusammensetzung, THC-Gehalt, Kennzeichnung und nationale Vorschriften.

Dem Unterschied zwischen den beiden Cannabinoiden widmen wir künftig einen eigenen, ausführlichen Beitrag.


Macht CBD high?

Nein, reines CBD verursacht keinen für THC typischen Rauschzustand. Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt Cannabidiol in seiner reinen Form als nicht berauschend und sieht nach ihrem Bewertungsstand kein typisches Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotenzial.

Davon zu unterscheiden sind Produkte, die neben CBD weitere Cannabinoide oder unerwünschte THC-Mengen enthalten können. Deshalb sind sorgfältige Herstellung und verlässliche Analysen besonders wichtig.


Wie wird CBD gewonnen?

Damit CBD in einem Produkt eingesetzt werden kann, müssen die gewünschten Bestandteile aus dem Pflanzenmaterial gewonnen werden. Dafür gibt es verschiedene Extraktionsverfahren.

Eine bekannte Methode ist die CO₂-Extraktion. Dabei dient Kohlendioxid unter kontrollierten Druck- und Temperaturbedingungen als Extraktionsmittel. Die Prozessparameter können gezielt eingestellt werden, um bestimmte Bestandteile aus dem Pflanzenmaterial zu lösen.

Hanfama nutzt eine eigene Labor- und Produktionsstruktur in Österreich. Den Ablauf sowie Vor- und Nachteile verschiedener Verfahren erklären wir ausführlicher im Beitrag Was ist CO₂-Extraktion?

Neben Cannabinoiden enthält Hanf weitere Pflanzenstoffe, darunter Terpene und Flavonoide. Welche davon im fertigen Produkt enthalten sind, hängt von Rohstoff, Extraktionsverfahren und weiterer Verarbeitung ab.


Was ist der Unterschied zwischen CBD-Öl und Hanfsamenöl?

CBD-Öl und Hanfsamenöl werden häufig verwechselt, sind aber nicht dasselbe.

Hanfsamenöl wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen. Es wird als Speiseöl, kosmetischer Inhaltsstoff oder Trägeröl verwendet. Die Samen selbst enthalten natürlicherweise keine relevanten CBD-Mengen.

Bei einem CBD-haltigen Öl wird ein CBD-haltiger Bestandteil mit einem Trägeröl kombiniert. Als Träger können je nach Produkt beispielsweise Hanfsamenöl oder MCT-Öl dienen.

Kurz gesagt: Hanfsamenöl bezeichnet ein Öl aus Hanfsamen. Bei CBD-Öl steht der zugesetzte oder enthaltene Cannabidiol-Anteil im Mittelpunkt. Einen ausführlichen Vergleich behandeln wir in einem eigenen Folgebeitrag.


Welche CBD-Produkte gibt es?

CBD kann je nach rechtlichem Rahmen und vorgesehener Verwendung in unterschiedlichen Produkten vorkommen.

CBD in Kosmetik

In Kosmetikprodukten wird Cannabidiol beispielsweise mit Pflanzenölen, Gelen oder weiteren kosmetischen Inhaltsstoffen kombiniert. Dazu zählen Pflegeprodukte für unterschiedliche Haut- und Körperbereiche.

Bei Hanfama findest du CBD unter anderem in Produkten mit Arnika, Menthol, Eukalyptus, Chili und Teufelskralle. Eine Übersicht bietet die Kategorie CBD-Kosmetik.

CBD in Mundpflegeprodukten

CBD-haltige Öle können – abhängig von Kennzeichnung und Zweckbestimmung – als Mundpflegeprodukte angeboten werden. Maßgeblich ist immer die auf dem Produkt angegebene Anwendung.

Die Hanfama CBD-Öle mit 5 %, 10 % und 15 % werden als Ergänzung zur regelmäßigen Mundhygiene angeboten.

CBD in Arzneimitteln

Cannabidiol wird auch als Wirkstoff in einem zugelassenen verschreibungspflichtigen Arzneimittel für klar definierte medizinische Anwendungsgebiete eingesetzt. Ein Arzneimittel ist jedoch nicht mit frei erhältlichen CBD-Kosmetik- oder Mundpflegeprodukten gleichzusetzen.

Frei erhältliche CBD-Produkte sollten deshalb nicht mit der Behandlung oder Heilung von Krankheiten beworben werden.


Was weiß man über die Wirkung von CBD?

CBD wird wissenschaftlich intensiv untersucht. Ergebnisse aus der Arzneimittelforschung lassen sich jedoch nicht pauschal auf jedes frei erhältliche CBD-Produkt übertragen. Wirkung, Sicherheit und Aufnahme hängen unter anderem von Dosis, Darreichungsform, Produktqualität und vorgesehener Anwendung ab.

Für Kosmetik und Mundpflege gilt: Entscheidend sind die ausgelobte Zweckbestimmung und die zulässigen Aussagen der jeweiligen Produktkategorie. Allgemeine Heilversprechen oder Aussagen zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen, Schlafstörungen oder psychischen Beschwerden sind für solche Produkte nicht automatisch zulässig.

Wer CBD im Zusammenhang mit einer Erkrankung, bestehenden Beschwerden oder gleichzeitig eingenommenen Medikamenten nutzen möchte, sollte dies ärztlich oder pharmazeutisch abklären.


Woran erkennt man hochwertige CBD-Produkte?

Beim Vergleich von CBD-Produkten können folgende Punkte Orientierung geben:

1. Klare Produktkategorie

Es sollte eindeutig erkennbar sein, ob es sich beispielsweise um ein Kosmetik-, Mundpflege- oder Arzneimittel handelt. Die angegebene Verwendung sollte zur Produktkategorie passen.

2. Transparente Inhaltsstoffe

Eine vollständige und verständliche Inhaltsstoffliste schafft Transparenz. Bei CBD-Ölen sollte außerdem die Konzentration klar angegeben sein.

3. Nachvollziehbare Herkunft

Informationen über Rohstoff, Anbau und Verarbeitung helfen dabei, die Herstellung besser einzuordnen.

4. Kontrollierte Herstellung und Laboranalysen

Laboranalysen können dabei helfen, die Zusammensetzung und insbesondere den THC-Gehalt eines CBD-Produkts zu kontrollieren. Transparente Informationen zu den durchgeführten Qualitätskontrollen bieten zusätzliche Orientierung.

5. Realistische Kommunikation

Seriöse Anbieter versprechen keine Heilung und stellen CBD nicht als Lösung für jede Beschwerde dar. Vorsicht ist bei pauschalen oder besonders weitreichenden Wirkversprechen angebracht.

Mehr über die eigene Genetik und den Qualitätsansatz von Hanfama liest du im Beitrag Königs Cannabis®. Einen Einblick in Anbau, Verarbeitung und österreichische Herstellung findest du außerdem auf der Seite Über Hanfama.


Ist CBD legal?

CBD ist nicht pauschal verboten. Ob ein bestimmtes CBD-Produkt verkauft und wie es angewandt werden darf, hängt von der Produktart und dem nationalen Recht ab. In Österreich, Deutschland und der Europäischen Union hängen die rechtlichen Anforderungen unter anderem davon ab:

  • aus welchem Pflanzenteil ein Stoff gewonnen wurde,
  • wie hoch der THC-Gehalt ist,
  • um welche Produktkategorie es sich handelt,
  • wie das Produkt angewendet werden soll,
  • mit welchen Aussagen es beworben wird.

Für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel gelten andere Regeln als für Kosmetik, Mundpflege oder Arzneimittel. Auch ein legal angebauter Hanfrohstoff macht nicht automatisch jedes daraus hergestellte Endprodukt verkehrsfähig.

Verbraucher sollten sich daher an die angegebene Zweckbestimmung und Anwendung des konkreten Produkts halten.


CBD bei Hanfama

Hanfama verbindet Erfahrung im Pflanzenanbau mit eigener Verarbeitung in Österreich. Die CBD-Produkte basieren auf ausgewählten Hanfpflanzen und werden je nach Produkt mit weiteren Inhaltsstoffen wie Arnika, Menthol, Eukalyptus, Chili oder Teufelskralle kombiniert.

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Häufig gestellte Fragen zu CBD

Grundlegende Antworten zu CBD, THC, Herkunft und Lagerung findest du auch in unseren häufig gestellten Fragen. Hier beantworten wir weiterführende Fragen, die beim Vergleich verschiedener CBD-Produkte entstehen.

CBD steht für Cannabidiol. Es ist ein natürlich vorkommendes Cannabinoid aus der Hanfpflanze.

Kommt CBD aus den Hanfsamen?

CBD wird nicht aus den Samen gewonnen, sondern vor allem aus cannabinoidhaltigen oberirdischen Pflanzenteilen. Hanfsamen dienen dagegen zur Herstellung von Hanfsamenöl.

Ist Hanföl automatisch CBD-Öl?

Nein. Mit „Hanföl“ ist häufig Hanfsamenöl gemeint. Dieses ist nicht automatisch ein CBD-Öl. Entscheidend sind Zutatenliste und Produktkennzeichnung.

Welche CBD-Konzentration ist die richtige?

Das hängt von Produktart und vorgesehener Verwendung ab. Prozentangaben beschreiben zunächst die CBD-Konzentration und sind kein allgemeines Qualitäts- oder Wirkungsversprechen. Die konkrete Produktanwendung sollte immer beachtet werden.

Darf CBD Krankheiten behandeln?

Ein zugelassenes CBD-Arzneimittel wird für bestimmte medizinische Anwendungsgebiete eingesetzt. Frei erhältliche Kosmetik- und Mundpflegeprodukte sind damit nicht gleichzusetzen und dürfen nicht pauschal als Mittel zur Behandlung von Krankheiten beworben werden.


Fazit: CBD verständlich zusammengefasst

CBD ist ein nicht berauschendes Cannabinoid aus der Hanfpflanze. Es unterscheidet sich deutlich von THC und wird in verschiedenen Produktkategorien eingesetzt. Wie ein CBD-Produkt verwendet werden darf, hängt von seiner Zusammensetzung, Kennzeichnung und Zweckbestimmung ab.

Wer CBD-Produkte vergleicht, sollte auf transparente Inhaltsstoffe, nachvollziehbare Herkunft, kontrollierte Herstellung und realistische Aussagen achten. Dieser Grundlagenartikel bildet den Startpunkt unserer CBD-Wissenswelt. In den nächsten Beiträgen erklären wir unter anderem den Unterschied zwischen CBD und THC, CBD-Öl und Hanfsamenöl sowie die Bedeutung unterschiedlicher CBD-Konzentrationen.

 

Quellen und weiterführende Informationen

  1. Weltgesundheitsorganisation (WHO): Cannabidiol – Critical Review Report und Fragen & Antworten zu Cannabidiol.
    https://www.who.int/publications/m/item/cannabidiol
    https://www.who.int/news-room/questions-and-answers/item/cannabidiol-%28compound-of-cannabis%29

  2. Europäische Kommission: Hanf – Landwirtschaft und ländliche Entwicklung.
    https://agriculture.ec.europa.eu/farming/crops/hemp_de

  3. Bundesinstitut für Risikobewertung: Fragen und Antworten zu den gesundheitlichen Risiken von hanfhaltigen Lebensmitteln und Futtermitteln.
    https://www.bfr.bund.de/veroeffentlichung/fragen-und-antworten-zu-den-gesundheitlichen-risiken-von-hanfhaltigen-lebensmitteln-und-futtermitteln/
  4. Europäische Arzneimittel-Agentur: Epidyolex – Übersicht des zugelassenen Cannabidiol-Arzneimittels.
    https://www.ema.europa.eu/en/medicines/human/EPAR/epidyolex
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